68 GALLERY
OPENING FR., 25.9. // 18:00
LANGE RÖTTERSTR.68, MANNHEIM
ÖFFNUNGSZEITEN
DO. - SO., 16:00 - 20:00
ARTIST TALK MIT ALLEN KÜNSTLERINNEN SO., 11.10. // 19:00
68-gallery.de
RESONANZ UND RUPTUR
Vier künstlerische Positionen widmen sich den Spuren des Wandels – in Natur, Gesellschaft und individueller Wahrnehmung. Zwischen Vergänglichkeit und Transformation, Verletzlichkeit und Widerstandskraft erkunden sie, wie Zeit, Erinnerung und Erfahrung unser Verständnis von Gegenwart prägen. Mit fotografischen, skulpturalen und multimedialen Ansätzen entstehen poetische Bildräume, die Unsicherheit, Verlust und Veränderung sichtbar machen, zugleich aber auch Momente von Resonanz, Aufmerksamkeit und neuer Verbundenheit eröffnen.
Foto: Alexander Kästel
PANTA RHEI // Alexander Kästel
Die Arbeit untersucht eine Welt im Zustand permanenter Veränderung. Schwarz-Weiß-Fotografien und eine Wandskulptur aus gebranntem Holz und Blattgold verdichten Prozesse von Erosion, Verschiebung und Verlust zu einer poetischen Bildsprache. Die goldene Bruchstelle der Skulptur erscheint wie eine offene Wunde und verweist auf die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Zwischen Bewegung und Stillstand entsteht eine stille, aber eindringliche Auseinandersetzung mit den Folgen des Anthropozäns.
IT HURTS // Katja Aßfalg
Die Arbeit von Katja Aßfalg ist ein Hybrid aus Fotografie, Video und Text und untersucht ein wenig bekanntes Phänomen: Misophonie ist ein Syndrom, bei dem bestimmte Geräusche oder visuelle Reize starke negative emotionale Reaktionen auslösen. In ihrem Werk „It hurts“ erforscht sie diese negativen Emotionen und gewährt einen Einblick in auslösende Momente, indem sie Erfahrungsberichte von Menschen präsentiert, die Misophonie erleben.
Foto: Katja Aßfalg
Foto: Inessa Siebert
STILL LEBEN // Inessa Siebert
Die Vanitas-Stillleben des Barock sind Vorbild für die Darstellung der Vergänglichkeit von Zeit und Raum - die Serie „still leben“ begehrt mit der gewählten kameralosen analogen Fotogramm-Technik gegen das Diktat der Schnelllebigkeit auf. In der Dunkelkammer arrangierte Kompositionen aus Pflanzen und Glasobjekten aus Nachlässen, die mehrfach direkt auf Barytpapier belichtet werden, zeigen im Ergebnis durch Überlappungen des Motivs fixierte Zeit und abstrahierten Raum.
RESONANCE // Torsten Redler
In RESONANCE verdichten sich persönliche Wahrnehmung und gesellschaftliche Gegenwart zu einer poetischen Bildwelt. Die Fotografien bewegen sich zwischen Dunkelheit und Licht, Isolation und Verbundenheit, Zweifel und Zuversicht. Traumartige, flüchtige Motive spiegeln die Unsicherheit einer Zeit des Wandels, während helle, fast schwebende Momente neue Perspektiven eröffnen. Die Serie fragt danach, wie sich Gegenwart anfühlt – und wie wir ihr trotz aller Ungewissheit begegnen können.
Foto: Torsten Redler